Mittwoch, 9. Juni 2010

Endlich Seide

Tashkent - Fergana

Da wir schliesslich der Seidenstrasse entlang reisen sollten wir schon mal auf "tuchfuehlung" mit diesem vielgeliebten Produkt. So besuchten wir die Yodgolik Fabrik in Margilon wo uns die Kunst der Seidenherstellung gezeigt wurde. Nach einem zweimonatigen Fressmarathon verpuppt sich die Seidenraupe und wird anschliessend lebendig "geduenstet". Ihr Mantel (Kokon) wird zu einem Faden abgewickelt, gebleicht, gefaerbt, getrockenet, verwoben, verknuepft, verkauft,... das Seidentier selbst darf nach dem  Sprudelbad Fische und Huehner maesten, was fuer ein vielseitiges Wesen.

Hervorgehoben haben sie vorallem die Tatsache, dass hier alles noch Handarbeit sei. Nicht auf die Agenda der offiziellen Tour gehoeren die Maschinen, die sind schliesslich auch weniger romantisch und verdammt laermig (und Schutzvorrichtungen oder Ohrenschutz sind hier absolute Fremdwoerter). Ein bisschen unvorstellbar wie solche Monster dieses delikate Produkte herstellen.

Im Teppichknuepfraum wurde die Frage nach dem Alter der Mitarbeiterinnen mit  "between 16 and 25"  beantwortet. Bei genauerer Nachfrage sank die juengsten Mitarbeiterin auf 15, 14,...12 Jahre. Die Erklaerung folgte auch gleich: Frauen aelter als 25 koennen nicht mehr so lange ruhig sitzen.... hoffentlich landen sie nicht in der Tierfuetterung.

1 Kommentar:

  1. ja die Schweizer hocken alle vor der Kiste und sind grössenwahnsinnig geworden... vielleicht gehts ja wie den Deutschen, die sind heute ziemlich kleinlaut (unser Praktikant!) von dannen geschlichen!
    Aber das Beste von zu Hause: beide Esel haben gefohlt! Die Eine hatte Zwillinge, was sehr selten ist, es hat aber nur das Erste überlebt. Und wenn ich bis anhin geglaubt habe, Esel seien dumm, so werde ich jeden Tag eines Besseren belehrt! Die beiden Damen, es sind Stuten, sind die Attraktion hier. Auto-, Velo-, Traktorfahrer halten an und staunen ob den Kapriolen der beiden.
    machets guet GP

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