Donnerstag, 8. Juli 2010

Adieu Tischmanieren

Dunhuang - Zhangye
 
Juhui, ein Internet gefunden welches keine ID Card verlangt um zu surfen. Man braucht naemlich eine ID um aufs Internet zu gehen, damit Papi Staat alles kontrollieren kann, aber Touris haben keine ID also kein Internet...Uebrigens werden hier die Mails auch kontrolliert. Wir haben von Reisenden gehoert, welche Mails schickten die nie ankamen. Ja, man muss lieb sein hier, sonst machen die einem der Internetspass kaputt.
 
Und sonst? Also dieses China ueberrascht uns staendig aufs neue und das hauptsaechlich im positiven und lustigen Sinn. Im Zug kommt alle 3 Stunden die Putzfrau vorbei und schrubbt den Boden, ist auch noetig denn die Pandas hier werfen/spucken alles auf den Boden was ihnen uebrig ist (und wenn man Pech hat landet auch mal eine Ladung auf unseren Fuessen, da sie die Spuckrichtung gelegentlich nicht so genau nehmen).
 
Musik ist hier allgegenwartig, so kommt es auch vor, dass hier die Hupen von einem Auto "Happy Birthday" troeten und man manchmal das Gefuehl hat das die Autos mit uns sprechen. Sprachlich erleben wir auch immer wieder Lustiges, zumal wir uns schon ein bisschen mit Handen und Fuessen unterhalten muessen. Vorgestern sassen wir in einem Restaurant da hat uns einer auf Englisch angequatscht und gesagt sein Kollege moechte uns Etwas sagen; wir seien ein "very horny (geil, spitz) couple" uns hats gekugelt vor lachen. Ansonsten haben sie eine clevere Taktik. Verstehen sie uns nicht rufen sie einen englisch sprechenden Kollegen an und geben uns ihr Natel, damit wir unseren Wunsch anbringen koennen und der "Telefonuebersetzer" dies dann weiterleiten kann. Ein Glueck haben wir, dass wenigstens die Zahlen "normal" geschrieben werden. Aber das Anzeigen der Zahlen mit der Hand ist schon wieder was ganz anderes. Um eine 6 zu zeigen strecken sie den Daumen und der kleine Finger von der gleichen Hand, fuer die Sieben Daumen und Zeigefinger, 8 und 9 gibt es nicht, fuer die 10 macht man ein Kreuz mit den Zeigefingern.
 
Und wir sind neuerdings auch Stars. So werden wir staendig begafft, gefilmt und fotografiert. Muss schon interessant sein diese Auslaender.
Uebrigens verlieren wir hier all unsere (restlichen) Tischmanieren, das Schmatzgen, Schluerfen und Kleckern macht einfach zu viel Spass und kommt hier voll gut an, Alles egal was uns Mama zuhause gelehrt hat.
 
Informationen haben wir auch ueber die " Einkindpolitik" eingeholt. Im Zug nach Zhangye haben wir eine super lustige Chinesin getroffen die uns mal ein bisschen aufgeklaert hat. Obwohl man nur ein Kind haben darf gibt es viele Familien die mehrere Kinder haben, vorallem wenn das Erstgeborene ein Maedchen ist. Da es aber schwierig ist meherer Kinder zu haben (man wird bestraft) werden diese Maedchen weitergegeben. D.h an Verwandte oder Paare die keine Kinder haben. Meistens irgendwo aufs Land wos nicht auffaellt. So hat der Cousin unsere Gepraechspartnerin 4 Toechter gezeugt. Sie haben nur die erste Tochter behalten und die anderen 3 weggegeben, immer in der Hoffnung das naechste Baby sei ein Junge. Der Staat kann uebrignes Frauen auch zu einer Abtreibung zwingen. Die Hoffnung besteht aber, dass in ca. 10 Jahren diese Einkindpolitik aufgehoben wird und es zu einer Zweikindpolitik kommt. Aber die Kinder muessen dann mindestens 5 Jahre Abstand haben. We will see.

1 Kommentar:

  1. saali zäme!
    spannend spannend was dir vrzeuet! di cheibe riisfrässer si schö müehsam he. sam, dis mässer isch grettet worde! aber s wird tür wärde fr di, das widr zrüg z erwärbe vom vätu =) är ischs mitm chare ga hole.

    i ga iz de chli nach südfrankrich id ferie mitm lösu, timo und scott. fr ca 2 wuche fahre mr chli ir provence dsume. ändlech! ha so viu im olmo büglet ir letsche zit dasi mi richtig fröie mini lehr azfaa u dasi widr mau sinnvoui arbeit wirde chönne mache=)

    a ja, am 14. hani mini outoprüefig =)uiii
    chume nch de cho abhole wedr irgeneinisch widr zrügg chömet!

    machets guet

    ganz liebe gruess dävu

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