Samstag, 17. Juli 2010

Mission possible

Lanzhou - Linxia - Xiahe - Lanzhou - Tianshui - Xi'an
 
  
Wir habens geschafft! Mit unserer Ankunft in Xi'an haben wir das Ende (den Anfang) der Seidenstrasse erreicht. Wir sind froh konnten wir mit Bus und Zug reisen und waren nicht auf irgendwelche Schlepptiere angewiesen, die zweitaegige Kameltour in Dunhuang hat uns schon gereicht :)
  
Bis anhin war die Bevoelkerung zum groessten Teil Uiguhren und Hui Chinesen (Muslime), sowie Tibeter. Obwohl wir die Zeit mit den kultur- und traditionsreichen Minderheiten sehr genossen haben, freuen wir uns nun auf die Han Chinesen, die ueber 90 Prozent der Bevoelkerung ausmachen.
  
Viel von unserer Zeit verbringen wir mit Zug/Busreisen, die Distanzen sind schon ein bisschen weiter als wirs gewohnt sind. Es ist schon komisch, wie normal es ist "schnell" auf den Bus in die naechste, 340km entfernte Destination, zu hopsen. Zuhause wuerden wir uns solche Reisendistanzen laenger ueberlegen und bestimmt nicht nur wegen einem Tempel hinfahren. 
 
Fuer Zugfahrten kann man hier "Stehtickets" kaufen. Das heisst egal ob die Zugfahrt 10 Minuten oder 38 Stunden dauert, man kann das Ganze auch stehend machen. Das haben wir auch bemerkt. Unser Abteil war mehr als uebervoll (wo 4 sitzen sollten sitzen 6, wo 8 sitzen sollten sitzen 10) und dann wird jeder noch moeglich freier Platz mit "Stehpassagieren" aufgefuellt. Ist auch angenehm fuers Klima im Zug, kalt wirds so mal sicher nicht und duften tuts auch in jeder erdenklichen Art und Weise. Naja beklagen wir uns mal nicht, wir konnten wenigstens sitzen. 
 
Weniger gemuetlich sind die Sehenswuerdigkeiten. Erstens ist der Eintritt schweineteuer und zudem hats einfach zu viele (chinesische) Tourgruppen. Die kommen wie eine Welle und machen alles platt was ihnen im Weg ist. Da gibts keine Chance zu entkommen, geschweige den etwas zu sehen, man nur warten bis die Welle vorbei ist und dann hoffen, dass nicht gleich die naechste Welle hereinrollt. Ellenboegen sind sehr wertvoll in solchen Situationen.
  
Nach zwei Wochen ueberrascht uns gar nicht mehr, dass die Chinesen ueberall hinpinkeln und scheissen, denn hier lernen schon die kleinsten Kinder "musst du mal, dann machs gleich da wo du bist". Kleine Kinder werden gleich neben dem Tisch auf den Boden gesetzt, ueber Bruenneli und Ghuederchuebu gehalten, oder einfach gleich neben der Bustuer hingesetzt damit sie ihre Notdurft erledigen koennen, um das Prozedere nicht unnoetig zu verzoegern tragen die meisten Kleinen Hosen mit einem Schlitz im Fuedli.
  
So kommt es auch das Privatsphaere relativ limitiert ist, wenn du deine Fotos checkst ist es ganz normal das eine ganze Gruppe hinter dir steht um einen Blick aufs Kameradisplay zu erhaschen. Im Restaurant vergessen sie manchmal fast das Kauen um dich ganz genau anzugaffen. Ja loooos, zeigt mit dem Finger auf uns "das sind Auslaender, Kleines" lehrt das Mami. Fotos mit uns sind momentan ziemlich im Trend, wir geniessen dann jeweils zum Besten zu posen fuer unsere neuen Freunde :)
 
 
Leider haben wir weiterhin keinen direkten Zugriff auf Blogger und somit keine Moeglichkeit euch mit ein paar Fotis zu verwoehnen.

1 Kommentar:

  1. Hey dir 2,

    Dash sho fei ungloublich, wie wyt wäg dir 2 jitzt so syt cho:-) Merci viu viu viu mau fürd charte, ha auso wäuts fröid gha!!!

    Machets guet!!
    Sumi

    AntwortenLöschen